Artikel Taunuszeitung / Frankfurter Neue Presse:
So funktioniert Osteopathie für Tiere
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SILVESTER:

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und viele Hundebesitzer stellen sich nun wieder die Frage, wie sie ihren Hunden den schlimmsten Tag im Jahr so angenehm wie möglich machen können: Silvester.

Die Hunde, für die der Jahreswechsel mit Angst und Panik verbunden ist, gehen oft schon am Vortag nicht mehr gerne vor die Tür, verkriechen sich irgendwo im Haus, oder liegen zitternd und speichelnd in der Ecke.

Für viele Tierbesitzer bleibt oft nur die Möglichkeit, Ihren Hunden durch Beruhigungsmittel wie Diazepam bzw. Valium, das Leben in dieser Zeit etwas zu erleichtern.

Teilweise kann es helfen, auf den Tag hinzuarbeiten, indem man immer wieder CDs mit den jeweiligen Geräuschen abspielt. Dies kann bei schwer traumatisierten Hunden allerdings auch zu zusätzlichem Stress führen.

Ich rate meinen Patienten, das Trauma durch eine gezielte Homöopathische Behandlung sowie die für Ihren Hund individuell zusammengestellten Bachblüten in Teilen zu versuchen aufzulösen, und die Therapie durch natürliche, beruhigende Kräuter, wie beispielsweise dem Grün-Tee-Extrakt, zu unterstützen.

Was macht das Grün-Tee-Extrakt, auch L-Theanin genannt?

L-Theanin ist eine nicht-essentielle Aminosäure, die fast ausschließlich in Grünem und Schwarzem Tee vorkommt. Diese Aminosäure wirkt beruhigend, indem es die Reizweiterleitung heruntersetzt.


Je nach Stresslevel des Hundes, dauert es ca. 1-1,5 Stunden, bis das L-Theanin wirkt. Jeder Hund reagiert je nach Angstzustand, Alter, Rassetypus und den vorangegangenen Traumata unterschiedlich auf die Dosierung des Grün-Tee-Extraktes. Daher empfehle ich, es langsam bereits 3-5 Tage vor Silvester in einer Dosierung von 250mg bis max. 2000mg anzuwenden und die Dosierung an die Reaktion des Hundes anzupassen.


Wichtig ist normalerweise ein Zusammenspiel aus Konditionierung, Auflösung alter Traumata, Homöopathie, Bachblüten und dem Grün-Tee-Extrakt.

Da Silvester oftmals so plötzlich vor der Türe steht, kann das L-Theanin in einer niedrigen Dosierung, zusammen mit den Standard Rescue-Bachblüten-Tropfen, zur Unterstützung der Nervenüberreizung anwendet werden.

Bei alten Hunden, Tieren mit chronischen Herzproblemen oder anderen chronischen Erkrankungen, sollte vor Verabreichen des L-Theanins in jedem Fall ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden! 

Jedes Tier ist ein individueller Patient und sollte daher immer ganzheitlich betrachtet und in Rücksprache mit dem Therapeuten behandelt werden, bevor die Mittel verabreicht werden. Auch, wenn es sich bei dem L-Theanin um ein pflanzliches Mittel handelt, sollte dieses nur mit Bedacht und Vorsicht angewendet werden.

Ich wünsche Ihnen, Ihrer Familie sowie den 4-Beinern eine schöne Weihnachtszeit, besinnliche Feiertage sowie einen entspannten Rutsch ins das Neue Jahr!

Alles Gute für 2019 !!!

Hundemantel – Sinn oder Unsinn?

 

Funktionell gestaltete Mäntel, Jacken und Overalls für Hunde zählen schon lange nicht mehr zu vermenschlichenden Accessoires! In der kalten Jahreszeit ist es sehr wichtig, dass die Muskulatur des Hundes nicht zu stark auskühlt. So können schmerzhafte Blockaden vermieden werden.

 

Welche Hunde sollten einen Hundemantel tragen?

Hunde mit kurzem Fell und/oder wenig Unterwolle, sowie Hunde-Senioren sind im Winter durch die kalten Temperaturen sehr belastet. Sogar Rassen mit dichtem Fell, wie Labrador Retriever oder Border Collies, sollten bei nasskaltem Wetter einen (Regen-) Mantel tragen. Die lange Rückenmuskulatur muss geschützt und gewärmt werden, um schmerzhaften Blockaden vorzubeugen.

 

Wann sollte ein Hundemantel getragen werden?

  • Bei Temperaturen ab 5 °C braucht die Muskulatur erheblich länger bis sie so warm ist, damit diese bei Bewegungen (Über-) Belastungen gut abfangen kann. Die Muskulatur des Hundes wir bei Bewegungen wie beim Ballspielen, beim Toben mit anderen Hunden oder einfach durch ein Umknicken auf der Wiese stark beansprucht.

  • Bei starkem Regen empfiehlt es sich dem Hunden einen (Regen-) Mantel überzuziehen, denn das nasse Fell kühlt die Muskulatur zusätzlich aus, so dass es so schnell zu einer Unterkühlung kommt.

  • Bei älteren Tieren oder Arthrose-Patienten ist es für die Beweglichkeit des Rückens ein enormer Gewinn, wenn die Muskulatur durch einen Mantel schon vom Anfang an wärmer gehalten wird. Durch eine adäquat temperierte Muskulatur entstehen weniger Blockaden und somit auf lange Sicht gesehen auch weniger Arthrosen.

  • Bei Sporthunden, die beispielsweise beim Agility oder Dummy-Sport zwischen den einzelnen Läufen warten müssen, empfehle es sich einen Mantel überzuziehen, damit die Muskulatur in den Pausen nicht allzu sehr auskühlt und der Hund weiterhin leistungsfähig bleibt.

 

Welcher Mantel ist der richtige?

Beim Kauf eines Hundemantels ist neben der Qualität des Materials auf folgende Eigenschaften zu achten:

  • der Schultergürtelbereich darf nicht eingeengt werden. Die Bewegung des Hundes beim Vorführen der Gliedmaßen darf nicht behindert werden.

  • Bauch- und Nierengegend des Hundes sollten vom Mantel bedeckt und somit geschützt werden.

  • Das Material des Mantel sollte idealerweise wasserdichtem und atmungsaktive sein. Ein wasserdichter Mantel besteht meist aus Polyester-Nylon-Gewebe oder PVC-Obermaterial.

  • Das Material sollte, da es bei Spaziergängen schnell verschmutzt,  gut waschbar sein.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Vierbeiner alles Gute für die kalte Jahreszeit !

Die Bad Homburgerin Jessica Hock ist Tier-Osteopathin. Der Begriff Osteopathie leitet sich aus dem Griechischen ab: Osteo steht für Knochen, Pathos für das Leiden oder die Krankheit. Die 29-Jährige geht bei ihren Tierpatienten auf Ursachenforschung bei Problemen mit der Muskulatur oder Beschwerden beim Gang und der Bewegung. Mit ihren Händen löst sie die Blockaden in den Körpern der Vierbeiner und stellt so eine Alternative zum klassischen Tierarzt dar.
In ihrer Praxis in Obererlenbach behandelt Jessica Hock hauptsächlich Hunde, zu ihren Patienten gehören aber auch Pferde, so wie Emil. Dieser hatte mit Blockaden zu kämpfen und konnte Hals und Kopf teilweise nicht mehr bewegen. "Nach dem 1. Mal hat man schon eine deutliche Besserung gemerkt. Allein schon, dass er wieder völlig zufrieden plötzlich wieder wirkte. Auch auf der Koppel. Er war einfach entspannter", sagt Besitzerin Christina Jäckle.
Geringe Akzeptanz in der Gesellschaft
Laut Jessica Hock ist die Osteopathie in der Gesellschaft noch nicht wirklich anerkannt. Das ist insofern problematisch, als dass sich jeder nach einem Wochenendseminar bereits Osteopath nennen darf. Dementsprechend gäbe es auch viele, die durch unprofessionelle Arbeitsweise dem Ruf der Therapiemethode schaden. Was Jessica Hock alles macht, um den Ruf der Osteopathie zu stärken und zu verbessern, sehen Sie in unserem Video.
Quelle: RTL Hessen
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